Auf Krücken nach Salisbury

Erstmals seit vielen Jahren graben wieder Archäologen in den Steinkreisen von Stonehenge. Sie wollen das genaue Alter der Quader bestimmen – und eine gewagte These prüfen. War das Monument eine Art frühbronzezeitliche Pilgerstätte, die Lahmen und Kranken aus ganz Europa Heilung versprach?

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Der mysteriöse Wächter von Stonehenge

Der geheimnisvolle Steinkreis von Stonehenge ist um eine gewagte Theorie reicher: Ein Bogenschütze soll über das Heiligtum gewacht haben, bis er von seinem Nachfolger erschossen wurde. Ein Experte präsentiert jetzt Indizien für das blutige Ritual – und manche sind sogar plausibel.

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Kino der Bronzezeit

Lange vor Erfindung des Papiers gab es bereits das erste Daumenkino. Als Zeichenunterlage dienten den frühen Cartoonisten Tonschüsseln, die man mit dem Daumen in Drehung versetzen konnte. So erweckten die Bildchen auf der Schüsselwand die optische Illusion eines fortlaufenden Films. Ein solches Stück aus der bronzezeitlichen Stadt Schahr-e Sochte (persisch für „verbrannte Stadt“) haben iranische Archäologen jetzt in einer Filmdokumentation vorgestellt. Auf dem etwa zehn Zentimeter hohen Schüsselchen springt eine Bezoarziege in die Luft, schnappt nach den Blättern eines Baumes und landet schließlich wieder auf ihren Hufen – dargestellt in fünf Einzelbildern. Dass die Darstellungen tatsächlich eine animierte Bildersequenz ergeben sollen, hat der iranische Archäologe Mansur Sadschadi herausgefunden. Nach seiner Vermutung ist die Cartoonziege ein Symbol aus dem Kult der Muttergöttin Murkum, dessen Ursprung im heutigen Pakistan liegt.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 13/2008.