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Archive für März 2010
Die Mondschatz-Jäger
23.3.2010 by Angelika Franz.
Diese Aufnahmen sind ein wissenschaftlicher Schatz, aber beinahe wurden sie weggeworfen: Nur weil eine Archivarin der Nasa einschritt, überlebten Hunderte Magnetbänder mit Fotos von Mond und Erde. Jetzt rekonstruieren Ingenieure die eindrucksvollen Bilder - ein Wettlauf gegen die Zeit.
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Wir haben’s am Morgen zweimal gemacht
17.3.2010 by Angelika Franz.
Liebe, Sex, Abschlussprüfungen - aus den Kritzeleien an den Wänden der Chicagoer Uni-Bibliothek lässt sich herauslesen, was Studenten bewegt. Die Graffiti-Jägerin Quinn Dombrowski hat die Texte ausgewertet und stieß auf intimste Bekenntnisse, manche in bestem Mittelägyptisch.
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Kastriert im Kaisergrab
15.3.2010 by Angelika Franz.
Den meisten Terrakotta-Pferden im Grab des ersten Kaisers von China fehlen die Hoden. Diese erstaunliche Entdeckung machte der Archäologe Yuan Jing von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften bei der systematischen Untersuchung der über 600 Pferde aus der Grabanlage des Qin Shihuangdi (259 bis 210 vor Christus) bei Xi’an. Alle 520 männlichen Pferde, die in Vierergruppen Streiwagen zogen, waren kastriert. Lediglich einige der Kavalleriepferde befanden sich noch im Vollbesitz ihrer Männlichkeit - die meisten waren jedoch Wallache. Stuten fehlten dagegen völlig. Vielleicht, so mutmaßt Yuan, sollten die Zugpferde durch diese Art der Darstellung als besonders gut abgerichtet erscheinen. Dass Nutztiere in China schon früh kastriert wurden, ist seit längerem bekannt: Berichte auf 3000 Jahre alten Muscheln und Knochen gaben Hinweise auf die Kastration von Schweinen. Jetzt hoffen die Archäologen, auch an den sterblichen Überresten von mehreren echten Pferden, die unlängst in der Nähe der Grabanlagen gefunden wurden, die jahrtausendealte Entmannungspraxis nachweisen zu können.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 11/2010.
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Ponyhof der Kuscheltiere
11.3.2010 by Angelika Franz.
Dicke Bäuche, kurze Beine und ein ganz weiches Fell - die Natur hat auf den Shetlandinseln fast alle Tierrassen nach dem gleichen Bauplan gefertigt. Hier geht es zu wie in einem natürlichen Streichelzoo. Reise in eine Welt mit einer etwas anderen Biologie.
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Vergoldetes Leichenhaar
8.3.2010 by Angelika Franz.
Metallspuren in Leichenhaaren galten Forensikern bisher als Indiz dafür, dass der Verstorbene entweder einem Giftmischer oder ungesunden Lebensumständen zum Opfer gefallen war. Jetzt hat eine Gruppe von Wissenschaftlern um den US-Neurologen Otto Appenzeller aus Alburquerque herausgefunden, dass auch ein ganz hermloser Faktor für eine hohe Metallkonzentration verantwortlich sein kann: metallausscheidende Bakterien. Um das zu beweisen, verwendeten die Forscher Cupriavidus metallidurans, eine Mikrobe mit der erstaunlichen Gabe, toxische Goldverbindungen in reines Gold umwandeln zu können. Für die Experimente opferte Appenzeller selbst ein paar Strähnen, welche die Forscher dann in der Erde einer stillgelegten australischen Goldmine vergruben. Beimpften sie den Boden zusätzlich mit Cupriavidus metallidurans, so stieg der Goldgehlat in den Haaren rasant an - die Bakterien klebten von außen Goldpartikel an die Haare. Was mit dem Edelmetall funktioniert, könnte auch für Arsen gelten - das bisher beispielsweise für den Tod von Napoleon herhalten musste. „Arsen ist in vielen Böden enthalten. Und es gibt über hundert verschiedene Bakterienstämme, die gegen dieses Metall resistent sind”, so Appenzeller. „Das schaffen sie nur, indem sie das Gift in ein Sekret packen und es wieder ausscheiden.”
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 10/2010.
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Opfer des römischen Rufmords
3.3.2010 by Angelika Franz.
Die Karthager waren Roms ärgste Feinde - und pflegten angeblich grausame Rituale: Um ihren Gott milde zu stimmen, sollen sie kleine Kinder geopfert haben. Alles nur römische Propaganda? Archäologen haben jetzt Spuren gefunden, die das negative Bild erschüttern.
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Die Arche war rund!
1.3.2010 by Angelika Franz.
Erschienen in Geo, März 2010
Haben die Schreiber des Alten Testaments den falschen Bauplan für Noahs Rettungsboot überliefert?
An Gottes Anweisungen für Noah ist eigentlich nichts dran zu deuteln: „Mache Dir eine Arche (…), dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe.” Nun aber ist eine rund 1000 Jahre frühere Quelle aufgetaucht, die der biblischen Bauanleitung widerspricht.
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