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Archiv der Kategorie Nordamerika

Zauberhaft speisen

Kann man ein amerikanisches Freizeitpark-Restaurant führen, ohne Cola auszuschenken? Und Kindern dort richtig gesunde Gerichte servieren? Und ob! Im Harry-Potter-Themenpark in Florida werden Speisen aus der Zauberschulenküche kredenzt: Botts Bohnen, Butterbier und Schokofrösche.

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Tauchgang zur „Titanic”

Erst kam der Eisberg, dann kamen die Schatzsucher - und jetzt die Wissenschaftler. 35 Jahre nach der Entdeckung des Wracks der „Titanic” will ein Team von Unterwasserarchäologen die Reste des wohl berühmtesten Schiffes der Welt untersuchen. Bisher wurden zwar schon über 5000 Gegenstände geborgen, darunter Porzellan, Schuhe oder Schiffsteile. Doch das Wrack selbst und sein Zustand interessierte die Schatztaucher nur wenig. „Wir werden die „Titanic” so behandeln wie den Schauplatz eines Verbrechens”, erklärt Expeditionsleiter David Gallo. Mit den neuesten technischen Geräten plant die 20-köpfige Forscher-Crew, eine genaue 3-D-Aufnahme des Wracks und der Umgebung anzufertigen. Mit diesen Daten können die Archäologen dann genau feststellen, wo das Schiff bereits unter den starken Unterwasser-Strömungen, dem Salzwasser und dem enormen Druck am Meeresboden gelitten hat. „Es gibt schon Stellen am Oberdeck und an den Wänden, an denen das Material dünn geworden ist”, sorgt sich Gallo, „und die Decken könnten bald einstürzen.” Die Expedition startet am 18. August. Wer online mit dabei sein will, kann den Forschern auf www.expeditiontitanic.com über die Schulter schauen.

Erschienen in Dein Spiegel 09/2010.

Elvis und die Meerjungfrauen

Hier kann man das Lamm Gottes streicheln, mit Jesus Abendmahl feiern - oder mit Nixen planschen. In Florida entstanden lange vor Disney World Vergnügungsparks mit Südstaaten-Charme. SPIEGEL ONLINE erkundet die historischen Kleinode, die schon der King of Rock’n'Roll zu schätzen wusste.

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Magisches Butterbier

Erschienen in „Die Zeit” 27/2010
Harry Potter lebt - in Orlando, Florida, wo ein neuer Themenpark seine Welt entstehen lässt

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Sag mir, wo die Briten sind

Erschienen in Geo, Juli 2010
Vor 420 Jahren verschwanden mehr als 100 Engländer in Nordamerika. Ein Gentest soll klären, wo sie geblieben sind
Die Geschichte ist kaum bekannt: Mehr als drei Jahrzehnte vor Ankunft des Pionier-Schiffes ”Mayflower” 1620 lebten bereits etwa 120 Männer, Frauen und Kinder aus Europa auf Roanoke Island vor der Küste des heutigen US-Bundesstaates North Carolina. Doch als im Jahr 1590 Versorgungsschiffe eintrafen, fehlte von ihnen jede Spur.
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Harry Potter statt Micky Maus

Micky Maus kann einpacken. Denn am 18. Juni bekommt die alte Maus in Orlando, Florida, einen neuen Nachbarn: Nur wenige Kilometer von Disneyworld entfernt eröffnet die „Wizarding World of Harry Potter”, ein neuer Vergnügungspark der Universal Studios. Hauptattraktion des Parks wird die Tour „Harry Potter und die Verbotene Reise” sein. Schon das Anstehen für die Fahrt ist ein Erlebnis - denn die Schlange führt durch die Hallen von Hogwarts. Die Besucher laufen durch das Büro von Rektor Dumbledore, durch den Raum der Wünsche, vorbei am Sprechenden Hut und am Spiegel von Erised. Und dann geht’s erst richtig los: Ein als „verzauberte Bank” getarntes Gefährt schwebt über Hogwarts, entkommt nur knapp einem Drachenangriff und findet sich urplötzlich mitten in einem Quidditch-Spiel wieder. Wem das noch nicht genug Action ist, der kann sich auf den ”Dragon Challenge” wagen. Auf dieser zweigeteilten Achterbahn kämpfen ein chinesischer Feuerballdrache und ein ungarischer Hornschwanzdrache gegeneinander - beide Wagen fahren gleichzeitig los und rasen auf ineinanderverdrehten Bahnen. Auf der Rückseite des Dragon Challenge ist übrgens eine hohe Mauer, um den Krach abzuhalten. Denn gleich dahinter liegt eine Schule - und die Schüler könnten sonst bei dem Gekreische der Fahrgäste nicht lernen.

Erschienen in Dein Spiegel 07/2010.

Archäologen schaufeln “Zehn Gebote” frei

Unter kalifornischen Dünen liegt ein altägyptischer Tempel vergraben - der nicht mal hundert Jahre alt ist. Der einstige Schauplatz des Stummfilmepos “Die Zehn Gebote” ist jetzt ein Fall für Archäologen: Sie bergen die gigantische, fragile Hollywood-Kulisse aus dem Sand. Und haben zu kämpfen.

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Warum Rattenurin ein wahrer Schatz ist

Die Masse erinnert an Erdnussriegel und lagert in Nestern der Amerikanischen Buschratte: Für Wissenschaftler ist die Mischung aus Kot und Urin ein unschätzbares botanisches und kulturelles Archiv. Aus den Exkrementen und ihrem Fundort lernen sie erstaunliche Dinge über Klima- und Vegetationswandel.

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Huch, es ist der Santa Blaus!

In den Trümmern einer US-Spielzeugfabrik machten Archäologen einen spektakulären Fund: den ältesten Spielzeugweihnachtsmann der Welt - und der trug blau. Den roten Einheitsdress für Santa entwarf ein Cartoonist erst viel später, für eine Werbekampagne. Doch nun erlebt der blaue Mantel ein Comeback.

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U-Boote als Flugzeugträger

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs machten die Amerikaner brisante Kriegsbeute: Fünf japanische High-Tech-U-Boote, die auch Bombenflieger an Bord hatten. Die US-amerikanische Navy hatte sie 1946 vor der Küste Hawaiis an einem geheimen Ort versenkt – denn die Gefährte waren allen anderen technisch so weit überlegen, dass die Sowjets diese Wunderwaffen auf keinen Fall zu sehen bekommen sollten. Nach 17 Jahren Suche haben nun Taucher der National Oceanic and Atmospheric Administration und des Hawaii Undersea Research Laboratory die Wracks von drei dieser fünf Boote gefunden. Eines von ihnen, die I-201, zeichnete sich durch Rekordgeschwindigkeit aus, ein anderes, die I-401, war mit 120 Metern länger als ein Fußballfeld. Die neuentdeckte I-14 konnte zwei Flugzeuge mit eingefalteten Flügeln transportieren. Die Mini-Bomber waren trotzdem innerhalb von sieben Minuten startklar. Sie sollten Kamikaze-Einsätze gegen amerikanische Großstädte fliegen und konnten das Boot als Startrampe nutzen. Die I-201 wiederum schaffte 20 Knoten – und war damit zweieinhalb mal so schnell wie die besten U-Boote der Amerikaner zu der Zeit.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 48/2009.