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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Meso- und Südamerika

Vergessene Baumeister des Dschungels

Der rücksichtslose Kahlschlag am Amazonas hat mysteriöse Spuren aus der Vergangenheit freigelegt: Wissenschaftler haben auf Luftaufnahmen Hunderte Gräben entdeckt. Die geometrischen Formen auf der Erdoberfläche zeugen von einer komplexen Zivilisation, die bisher unbekannt war.

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Schatz im Vulkansee

Schon als Kind hörte Roberto Samayoa die Legenden von einer Kirche in einem guatemaltekischen See. Als er dann beim Tauchen tatsächlich Tempel entdeckte, fehlte das Geld für Forschungen. Erst jetzt bestätigen Archäologen: Er hat eine spektakuläre Pilgerstätte der Maya gefunden.

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DNA-Datenbank für argentinische Opfer

Die Militärdiktatur in Argentinien endete 1983, aber die Suche nach den Opfern des Terrorregimes ist noch längst nicht abgeschlossen. Erst kürzlich konnten Rechtsmediziner des argentinischen Teams für anthropologische Forensik kurz EAAF, 42 Opfer aus einem Massengrab in Merlo, einem Vorort von Buenos Aires, und zwei weiteren Fundorten identifizieren. Seit zwei Jahren sammeln die argentinischen Wissenschaftler Blutproben von den Nachkommen der Vermissten und bauen daraus eine DNA-Datenbank auf. 5000 solcher Vergleichsproben gibt es schon - und 598 bisher nicht identifizierte Skelette ermordeter Opfer des Militärregimes. Ein Gentechniklabor im US-Staat Virginia vergleicht Blut- und Knochen-DNA. Erst wenn zusätzlich zu den DNA-Proben auch die zahntechnischen Befunde sowie Fundorte und Verletzungen mit bislang bekannten Informationen übereinstimmen, benachrichtigt EAAF die Angehörigen. Die Arbeit der Forensiker wird sich noch viele Jahre hinziehen: Von den Menschen, die während der Militärdiktatur verschwanden, gelten 20 000 bis 30 000 immer noch als vermisst.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 49/2009.

Morbider Totenkult

Das Volk der Nazca, das zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. die Küstenwüste im heutigen Peru bewohnte, pflegte einen Brauch, über den Archäologen lange rätselten: Wie Darstellungen auf Gefäßen zeigen, durchlöcherten die Indianer Totenschädel, fädelten sie auf Schnüre und trugen sie als Trophäen bei sich – nur wessen Schädel? Kelly Knudson von der Arizona State University in Tempe hat die Antwort im Zahnschmelz gefunden: Die darin enthaltenen Isotopen-Signatur von Strontium, Kohlenstoff und Sauerstoff hängt vom Wasser und der Nahrung ab, die der Mensch zu sich genommen hat und unterscheidet sich von Ort zu Ort. Knudsen verglich entsprechende Proben von Trophäenschädeln und von intakten Nazca-Mumien. Das Ergebnis: Sowohl die Toten, die als Trophäen geendet waren, als auch die Trophäenträger hatten dasselbe Wasser und Gemüse zu sich genommen. Sie waren also offenbar keine Feinde aus anderen Dörfern, sondern eher Verwandte. Offen bleibt allerdings die Frage, ob die Nazca Mitglieder ihrer eigenen Familie rituell opferten oder die Köpfe ihrer auf natürliche Weise verstorbenen Verwandten mit sich herumtrugen – als Ritual eines morbiden Totenkultes.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 03/2009.

Auf der Straße ins Jenseits

Hat ein Archäologe die Unterwelt der Maya entdeckt? Mit einem Tauchteam stieß er auf ein gruseliges Höhlensystem, das teilweise unter Wasser liegt.

Erschienen im Spiegel (Printausgabe) 48/2008.

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Gruseltöne aus der Chaoskammer

Die Azteken liebten schaurige Töne. Sie bliesen auf Totenköpfen und klapperten mit Menschenknochen. Ein Musikarchäologe hat die Instrumente rekonstruiert, die Winde aus dem Jenseits heraufbeschwören und Krieger in Trance versetzen sollten. SPIEGEL ONLINE gibt eine Hörprobe.

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Inka waren Weltmeister der Schädel-Chirurgie

Die Inka waren Meister im Öffnen von Schädeln, um Verwundungen zu heilen. Jeder sechste Totenkopf, den Forscher jetzt untersuchten, hat ein Loch - und die meisten Operierten hatten ohne größere Komplikationen überlebt. Grund: die geschickte Bohrtechnik der Mediziner.

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Fünf Tode für den Regengott mit dem langen Rüssel

Häuten, köpfen, die Opfer verbrennen oder das schlagende Herz aus dem Leib reißen: Die Maya waren bei ihren Opferungstechniken einfallsreich. Der Archäologe Guillermo de Anda kennt alle grausamen Rituale für den gefräßigen Regengott.

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Truthahn in Schokolade und Chili

Die Kombination von Schokolade, Chilies, Nüssen und Gewürzen macht diese mexikanische Soße zu einem kulinarischen Abenteuer. Den Rest des Eintrags lesen »

Getränk der Könige: Xocolatl

Die Azteken liebten es scharf: Sie würzten ihren Kakao mit Chilischoten. Das Volk kam allerdings kaum in den Genuß des Zaubertranks - er war dem Adel vorbehalten. Den Rest des Eintrags lesen »