Religiöse Orte, Märkte oder Sammelstellen – welche historische Stätten umranden die Hillforts-Wälle in Großbritannien? Um das Rätsel zu lösen, rufen Archäologen Wanderer auf, die Hügel zu kartieren.
Die Geheimzimmer von Drum Castle
Eigentlich hatten die Archäologen schlicht zugeschüttete tote Ecken im Turmgebäude erwartet. Doch dann stießen sie bei Routineuntersuchungen im schottischen Drum Castle auf zwei geheime Zimmer. Sie waren einst lebensrettender Zufluchtsort.
Ein Versprechen für 4000 Gulden
Nazis hatten während der NS-Zeit den jüdischen Friedhof an der Seegasse in Wien zerstört. Jetzt wurden Grabsteine entdeckt, die mutige Leute rechtzeitig versteckt hatten. Viele Gräber sollen restauriert werden.
Göttliches Bier
Archäologen vom Oriental Institute der University of Chicago haben sich mit einer kleinen Brauerei im US-Bundesstaat Ohio zu einem ungewöhnlichen Projekt zusammengetan: Sie wollen Bier genau so brauen, wie es die Sumerer vor Tausenden Jahren in Mesopotamien taten. Anleitungen für das Experiment holte sich das Team von der um 1800 vor Christus entstandenen „Hymne an Ninkasi”, die der sumerischen Göttin des Brauens huldigt, aber auch schildert, wie man das in allen Schichten der Hochkultur verbreitete flüssige Nahrungsmittel herstellt. Neben Tipps gaben die Forscher den Braumeistern auch die richtigen Tongefäße – Kopien von Grabungsfunden aus dem Irak. Mit den ersten Ergebnissen lässt sich derzeit noch kein moderner Gaumen entzücken: Der frühgeschichtliche Getreidesagt schmeckt leicht nach Essig. Schuld sind Bakterien, die mangels moderner Reinigungsverfahren in den Töpfen gedeihen. Mehr Kostproben des Trunks wollen die Hersteller laut „New York Times” im Spätsommer auf Veranstaltungen in den USA anbieten.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 28/2013.
Mumien auswickeln wie die Profis
Wer schon immer mal eine alte Mumie auswickeln wollte, sollte für nächstes Jahr einen Besuch in Stockholm planen. Im dortigen Mittelmeermuseum dürfen Besucher bald fünf Einbalsamierte von Kopf bis Fuß untersuchen. Und das, ganz ohne sich die Finger staubig zu machen.
Was Römer und Griechen über die Hoden dachten
Bis die Gelehrten herausfanden, wozu die beiden großen Murmeln dienen, ersannen sie darüber allerlei abenteuerliche Theorien. Eine Forscherin hat die Ideengeschichte zum Thema Hoden nachvollzogen.
„Having a great time at Tashmoo!“
Beinahe hundert Jahre ist es her, dass zwei junge Frauen eine Flaschenpost in den St. Claire River bei Detroit warfen. Nun entdeckte ein Taucher die Botschaft. Mit den Enkeln will er die Grüße aus der Vergangenheit rekonstruieren.
Grausame Wikinger
Waren Wikinger zivilisierte Händler mit Hang zu den schönen Künsten oder doch eher blutrünstige Haudegen und Eroberer? Während Archäologen und Historiker in den vergangenen Jahren dazu tendierten, ein friedliches Bild der nordischen Seefahrer zu zeichnen, rückt die neueröffnete Ausstellung „Viking” im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen wieder die Brutalität und Abenteuerlust der mittelalterlichen Skandinavier in den Mittelpunkt. Die Schau vereint Exponate aus zwölf europäischen Ländern, von denen einige noch nie öffentlich gezeigt wurden. Glanzstück ist das 36 Meter lange Kriegsschiff „Roskilde 6”, das zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert wird. Weitere Objekte, die von gewaltdurchtränkten Alltag der Wikinger erzählen, sind eine Vielzahl an Waffen, eiserne Sklavenhalsringe aus Dublin sowie der konservierte Schädel eines Kriegers aus Gotland, der zu Lebzeiten nicht nur zahlreiche Schwerthiebe auf den Kopf überstand, sondern sich auch Zierrillen in die Zähne feilen ließ.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 27/2013.
Die ersten Wilden Kerle
Auf einer Insel vor Estland haben Archäologen das früheste bekannte Wikinger-Kriegsschiff inklusive Besatzung gefunden. Die toten Skandinavier fern der Heimat sind ein Beleg dafür, dass Wikinger schon lange vor dem Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne auf Raubzüge gingen.
Die ewige Treppe
Erschienen in Geo, Juli 2013
Was ist beständiger, Holz oder Fels? Im Hallstätter Salzbergwerk lautet die Antwort: Holz.
Über 3350 Jahre ist sie alt, die älteste Holztreppe der Erde. Bergleute haben sie etwa um die Zeit erbaut, als in Ägypten Tutanchamun geboren wurde.