Spuren eines spektakulären Events: Auf dem englischen Dorstone Hill fanden Archäologen die Reste einer großen Holzhalle. Sie diente Steinzeitbauern als Totenhaus – und wurde am Ende in einem mehrtägigen Showdown niedergebrannt.
Der Tod von Jack Londons Eiche
In Kalifornien stirbt die Eiche, die der Schriftsteller Jack London jeden Tag sah, wenn er aus seinem Arbeitszimmerfenster schaute. Ihr Tod wird nun gefeiert – so wie der Romanautor es gern gesehen hätte: mit einer riesigen Party.
Yes, der Mumienkater
Erschienen in Bild der Wissenschaft 08/2013.
Ein Kater des 21. Jahrhunderts hilft, den Leiden der alten Pharaonen auf die Spur zu kommen.
Zu Lebzeiten war Yes ein zufriedener Hauskater. Wahrscheinlich floss mehr oder weniger Siamesenblut durch seine Adern, erkennbar an dem kurzen, hellen Fell, den dunklen Pfoten und der schwarzen Schnauze. Wenn sein zweibeiniger Dosenöffner tagsüber zur University of Western Ontario fuhr, um dort Anthropologie zu studieren, döste er friedlich in der Sonne oder beobachtete die Vögel in den Bäumen. Und wenn sein Herrchen nach Hause kam und pflichtschuldig die Futterdose in den Napf geleert hatte, wurde anschließend gespielt und gekuschelt. Alles in allem: Ein wunderbares Katzenleben. Doch 2003 ging es Yes zunehmend schlechter. Wenig später ließ sich nichts mehr machen: Der Kater starb an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Doch der Tod war erst der Anfang von Yes‘ wirklicher Karriere.
Luxusleben der Mönche
Mit einem dreifachen Spezialknoten binden Franziskanermönche eine Kordel um ihre Kutte. Der erste Knoten steht für Armut, der zweite für Ehelosigkeit und der dritte für Gehorsam. Zumindest mit dem ersten Gelübde nahmen es die Mönche des mittelalterlichen Franziskanerklosters von Leicester jedoch nicht so genau, wie neue Ausgrabungen zeigen. Ein Team um Mat Morris von der University of Leicester fand dort Knochen von Hühnern, Rindern und Schweinen. Die Ordensregeln schrieben den Mönchen vor, dass sie ihre Mahlzeiten erbetteln sollten. Fleisch war im Mittelalter ein großer Luxus: „Der Fund so vieler weggeworfener Tierknochen zeigt, dass die Mönche nicht so genügsam lebten, wie sie vorgaben”, sagte Morris in der Lokalzeitung „Leicester Mercury”. Die Archäologen fanden auch einen Dorn von einer Brosche oder Schnalle. Solcher Schmuck hat an der Kutte eines Franziskaners nichts zu suchen, die Kordel mit den Knoten ist die einzige erlaubte Zierde. Das Kloster von Leicester kam voriges Jahr zu Berühmtheit, als Forscher dort die sterblichen Überreste des englischen Königs Richard III. entdeckten. Der König war 1485 in der Schlacht von Bosworth gefallen und wurde auf dem Gelände des Klosters vergraben.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 31/2013.
Englische Siedler aßen Monsterstöre und ein Mädchen
Als die ersten englischen Siedler in der Neuen Welt die Kolonie Jamestown gründeten, fischten sie gigantische Monsterstöre aus dem James River. Doch dann blieben die Fische aus – und die Siedler wurden zu Kannibalen.
Ein Walross in geweihtem Boden
Auf einem alten Londoner Friedhof haben Archäologen Knochen eines riesigen Walrosses gefunden – in einem Sarg neben den Knochen von acht Menschen. Allerdings waren nur drei menschliche Schädel zu finden. Der Zeitpunkt des Begräbnisses gibt einen Hinweis, wie der Fund zu erklären ist.
Das Mysterium des versteinerten Schneckenhauses
In einer italienischen Höhle haben Archäologen ein Millionen Jahre altes Schneckenhaus gefunden, das aus einer völlig anderen Zeit stammt als die Höhle selbst. Hightech-Untersuchungen haben enthüllt, wer das Fossil vor mehr als 45.000 Jahren dort hinterlassen hat – und wozu es diente.
Grab eines Zirkusstars
Überraschender Fund am Isaac Theatre Royal im neuseeländischen Christchurch: Unter dem Theater fanden Archäologen die Knochen eines Ponys. Stammt es aus dem historischen Zirkus der Stadt?
Die toten Kelten aus der Kirschbaumhöhle
In einer Höhle in Bayern haben Forscher mindestens sieben Tote aus der Eisenzeit entdeckt – dabei legten die frühen Kelten ihre Verstorbenen normalerweise nicht in Erdspalten ab. Jetzt sollen modernste Methoden helfen, das Geheimnis der Toten zu klären.
Fund in Schottland: Der älteste Kalender der Welt
Auf einem Feld in Schottland haben Archäologen offenbar den ältesten Kalender der Welt entdeckt: Zwölf Gruben erlaubten bereits vor mehr als 10.000 Jahren eine Zeitbestimmung. Die Steinzeituhr könnte das Zusammenleben radikal verändert haben.