Wer schon immer mal eine alte Mumie auswickeln wollte, sollte für nächstes Jahr einen Besuch in Stockholm planen. Im dortigen Mittelmeermuseum dürfen Besucher bald fünf Einbalsamierte von Kopf bis Fuß untersuchen. Und das, ganz ohne sich die Finger staubig zu machen.
Archiv des Autors: Angelika Franz
Was Römer und Griechen über die Hoden dachten
Bis die Gelehrten herausfanden, wozu die beiden großen Murmeln dienen, ersannen sie darüber allerlei abenteuerliche Theorien. Eine Forscherin hat die Ideengeschichte zum Thema Hoden nachvollzogen.
„Having a great time at Tashmoo!“
Beinahe hundert Jahre ist es her, dass zwei junge Frauen eine Flaschenpost in den St. Claire River bei Detroit warfen. Nun entdeckte ein Taucher die Botschaft. Mit den Enkeln will er die Grüße aus der Vergangenheit rekonstruieren.
Grausame Wikinger
Waren Wikinger zivilisierte Händler mit Hang zu den schönen Künsten oder doch eher blutrünstige Haudegen und Eroberer? Während Archäologen und Historiker in den vergangenen Jahren dazu tendierten, ein friedliches Bild der nordischen Seefahrer zu zeichnen, rückt die neueröffnete Ausstellung „Viking” im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen wieder die Brutalität und Abenteuerlust der mittelalterlichen Skandinavier in den Mittelpunkt. Die Schau vereint Exponate aus zwölf europäischen Ländern, von denen einige noch nie öffentlich gezeigt wurden. Glanzstück ist das 36 Meter lange Kriegsschiff „Roskilde 6”, das zum ersten Mal in einer Ausstellung präsentiert wird. Weitere Objekte, die von gewaltdurchtränkten Alltag der Wikinger erzählen, sind eine Vielzahl an Waffen, eiserne Sklavenhalsringe aus Dublin sowie der konservierte Schädel eines Kriegers aus Gotland, der zu Lebzeiten nicht nur zahlreiche Schwerthiebe auf den Kopf überstand, sondern sich auch Zierrillen in die Zähne feilen ließ.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 27/2013.
Die ersten Wilden Kerle
Auf einer Insel vor Estland haben Archäologen das früheste bekannte Wikinger-Kriegsschiff inklusive Besatzung gefunden. Die toten Skandinavier fern der Heimat sind ein Beleg dafür, dass Wikinger schon lange vor dem Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne auf Raubzüge gingen.
Die ewige Treppe
Erschienen in Geo, Juli 2013
Was ist beständiger, Holz oder Fels? Im Hallstätter Salzbergwerk lautet die Antwort: Holz.
Über 3350 Jahre ist sie alt, die älteste Holztreppe der Erde. Bergleute haben sie etwa um die Zeit erbaut, als in Ägypten Tutanchamun geboren wurde.
Kreuzfahrer und die Würmer des Todes
Während der mittelalterlichen Kreuzzüge starben vielleicht ebenso viele Kämpfer an Darmparasiten wie auf dem Schlachtfeld. Auf Zypern gelang zwei Anthropologen der Nachweis vom stillen Krieg der Würmer.
Metropole der Fluten
Am Fuße des Plateaus von Giseh stand zu Zeiten des Pharao Menkaure eine große Stadt. Etwa alle vier Jahre wurde sie von einer Flutwelle zerstört – aber immer wieder aufgebaut. Wie trotzten die Bewohner den Naturgewalten?
Khmer-Imperium: Laser-Scans zeigen versunkene Stadt bei Angkor Wat
Archäologen haben Angkor Wat mit Laser-Scannern überflogen. Die Bilder zeigen nicht nur, dass die berühmte Tempelstadt viermal größer war als bisher bekannt. Sie haben auch eine noch ältere, legendäre Königsstadt entdeckt, die im Dschungel verschollen war.
Vor Islamisten gerettet, vom Schimmel bedroht
Tapfere Privatleute haben die wertvollen Bibliotheken von Timbuktu vor islamistischen Rebellen gerettet. Doch nun bedrohen Schimmel und Stock im Geheimversteck die jahrhundertealten Manuskripte. Die letzte Hoffnung der Aktivisten: Crowdfunding.