Nach den Angriffen auf Pearl Harbor internierten die USA „vorsichtshalber“ rund 112.000 Japaner in Lagern. Die Archäologin Stacey Camp erforscht dieses dunkle Kapitel der jüngeren amerikanischen Geschichte.
Archiv des Autors: Angelika Franz
Germanen gegen Römer: Archäologen entdecken Kettenhemd aus der Schlacht am Harzhorn
Vor 1700 Jahren bekämpften sich Römer und Germanen am Harzhorn. Am Rande des Schlachtfeldes legte ein Soldat ein Kettenhemd ab. Wer war der Mann? Archäologen hegen zwei Vermutungen.
Neandertaler nutzten Spezialwerkzeuge
In Frankreich haben Archäologen ausgereifte Knochenwerkzeuge gefunden, die erstaunlich alt sind. Gefertigt wurden sie wohl von Neandertalern – lange bevor ein moderner Mensch es ihnen hätte zeigen können.
Ein Tyrannen-Leben als Bildungs-App
Kaiser Caracalla hatte viele Gesichter: Er galt als Tyrann und ließ seinen Bruder ermorden, bei seinen Soldaten machte er auf Kumpel und war als Feldherr erfolgreich. Eine Ausstellung zeigt nun das Leben des Despoten und verpackt den heiklen Stoff in eine App – durchaus unterhaltsam.
Klingenfunde: Archäologen entdecken Steinzeitwerkstatt mitten in London
Überraschung beim Bau einer Bahnlinie in London: Archäologen entdeckten im Untergrund Dutzende Klingen – Spuren einer 9000 Jahre alten Werkstatt aus der Steinzeit.
„Der schönste und spannendste Grabungsort der Welt“
Dreiecke und Rauten, beidseitig in eine Steinplatte geritzt: Auf den schottischen Orkneys freuen sich Ausgräber über ein besonders schönes Kunstwerk aus der Steinzeit. Es gehört zu einem riesigen Tempel, der laufend neue Funde freigibt.
Steinzeitmenschen brannten Totenhaus nieder
Spuren eines spektakulären Events: Auf dem englischen Dorstone Hill fanden Archäologen die Reste einer großen Holzhalle. Sie diente Steinzeitbauern als Totenhaus – und wurde am Ende in einem mehrtägigen Showdown niedergebrannt.
Der Tod von Jack Londons Eiche
In Kalifornien stirbt die Eiche, die der Schriftsteller Jack London jeden Tag sah, wenn er aus seinem Arbeitszimmerfenster schaute. Ihr Tod wird nun gefeiert – so wie der Romanautor es gern gesehen hätte: mit einer riesigen Party.
Yes, der Mumienkater
Erschienen in Bild der Wissenschaft 08/2013.
Ein Kater des 21. Jahrhunderts hilft, den Leiden der alten Pharaonen auf die Spur zu kommen.
Zu Lebzeiten war Yes ein zufriedener Hauskater. Wahrscheinlich floss mehr oder weniger Siamesenblut durch seine Adern, erkennbar an dem kurzen, hellen Fell, den dunklen Pfoten und der schwarzen Schnauze. Wenn sein zweibeiniger Dosenöffner tagsüber zur University of Western Ontario fuhr, um dort Anthropologie zu studieren, döste er friedlich in der Sonne oder beobachtete die Vögel in den Bäumen. Und wenn sein Herrchen nach Hause kam und pflichtschuldig die Futterdose in den Napf geleert hatte, wurde anschließend gespielt und gekuschelt. Alles in allem: Ein wunderbares Katzenleben. Doch 2003 ging es Yes zunehmend schlechter. Wenig später ließ sich nichts mehr machen: Der Kater starb an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Doch der Tod war erst der Anfang von Yes‘ wirklicher Karriere.
Luxusleben der Mönche
Mit einem dreifachen Spezialknoten binden Franziskanermönche eine Kordel um ihre Kutte. Der erste Knoten steht für Armut, der zweite für Ehelosigkeit und der dritte für Gehorsam. Zumindest mit dem ersten Gelübde nahmen es die Mönche des mittelalterlichen Franziskanerklosters von Leicester jedoch nicht so genau, wie neue Ausgrabungen zeigen. Ein Team um Mat Morris von der University of Leicester fand dort Knochen von Hühnern, Rindern und Schweinen. Die Ordensregeln schrieben den Mönchen vor, dass sie ihre Mahlzeiten erbetteln sollten. Fleisch war im Mittelalter ein großer Luxus: „Der Fund so vieler weggeworfener Tierknochen zeigt, dass die Mönche nicht so genügsam lebten, wie sie vorgaben”, sagte Morris in der Lokalzeitung „Leicester Mercury”. Die Archäologen fanden auch einen Dorn von einer Brosche oder Schnalle. Solcher Schmuck hat an der Kutte eines Franziskaners nichts zu suchen, die Kordel mit den Knoten ist die einzige erlaubte Zierde. Das Kloster von Leicester kam voriges Jahr zu Berühmtheit, als Forscher dort die sterblichen Überreste des englischen Königs Richard III. entdeckten. Der König war 1485 in der Schlacht von Bosworth gefallen und wurde auf dem Gelände des Klosters vergraben.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 31/2013.