Tower und Stonehenge in Gefahr

Schelte für Großbritannien: Die Unesco kritisiert die Verschandelung von Altertümern durch neumodische Glas- und Glamour-Architektur. Sie droht, gleich sieben britische Stätten auf die Rote Liste des gefährdeten Kulturerbes zu setzen. Die Besorgnis der Briten hält sich jedoch in Grenzen.

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Die gescheiterte Expedition der „Torrent“

Sie sollten 1868 ein Militär-Fort im unwirtlichen Alaska bauen: die Soldaten an Bord der „Torrent“. Doch der Dreimaster sank und war seitdem verschollen. Jetzt haben Taucher das Wrack gefunden. An Bord: die Komplettausstattung des Forts, inklusive Kanone und Toilettensitz.

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Spielesoftware lässt Atlantis der Nordsee auferstehen

Fruchtbare Flusswiesen, Schilfgürtel, Strände: Vor 8000 Jahren streiften unsere Vorfahren zwischen England und Dänemark durch diese Landschaft. Dann versank Doggerland im Meer. Archäologen haben die Landbrücke jetzt als 3D-Modell rekonstruiert – mit Hilfe einer Spielesoftware für Egoshooter.

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Schlau durchs Kochen

Der Herd war vielleicht die wichtigste Erfindung, die der Mensch jemals gemacht hat. Das zumindest vermutet Philipp Khaitovich vom Partner Institute for Computational Biology in Shanghai. Denn der Beginn der Kochkunst könnte dafür verantwortlich sein, dass unser Gehirn vor 150 000 Jahren einen gewaltigen Entwicklungsschub machte. Durch die Zubereitung der Nahrung über dem Feuer werden Ballaststoffe aufgebrochen, und der Körper kann Nährstoffe leichter aufnehmen – eine Arbeit, die bei ungekochtem Essen der Darm übernehmen muss. Diese Hilfestellung für das Verdauungssystem hatte vor allem eins zur Folge: jede Menge ungenutzter Kalorien, die dem Körper auf einmal zur freien Verfügung standen. Und wo steckte er sie hin? Ins Gehirn! Die organischen Anlagen für den Entwicklungsschub waren bereits vorhanden. Seit etwa zwei Millionen Jahren sind menschliche Gehirne so groß wie heute, fast doppelt so groß wie das durchschnittliche Primatenhirn. ”Wir nutzten unser Gehirn knapp zwei Millionen Jahre lang immer nur dazu, die gleichen langweiligen Steinwerkzeuge herzustellen“, sagt Khaitovich, „doch dann wurden wir plötzlich klug.“ Allerdings habe, glaubt Khaitovich, dieser Schub des Metabolismus für unser Hirn auch überraschende Nachteile mit sich gebracht: Auf die Mehrarbeit kann das Denkorgan empfindsam reagieren – mit Störungen wie Depressionen, Autismus oder Schizophrenie.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 34/2008.

Hexenkult bis in die fünfziger Jahre

Waren in Cornwall bis vor kurzem Hexen aktiv? Archäologen haben in Opfergruben am Rande einer alten keltischen Heilquelle Tierkadaver und angebrütete Eier entdeckt, die dort vor Hunderten Jahren vergraben wurden. Laboranalysen ergaben jetzt: Das bizarre Treiben endete erst in den fünfziger Jahren.

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