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Archiv der Kategorie Deutschland

US Military Searches German Battlefields for Fallen Soldiers

Experts with the United States military expend enormous resources to search for the bodies of missing soldiers. A team is currently at work in the northern Eifel Mountains region of western Germany, where tens of thousands of Americans died during World War II.

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Grab im Stoppelacker

Mit enormem Aufwand suchen Experten des US-Militärs nach den Leichen verschollener Soldaten - derzeit in der Nordeifel: Dort fielen im Zweiten Weltkrieg Zehntausende US-Amerikaner.

Erschienen im Spiegel (Printausgabe) 37/2008.

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Die Römer sind los

Die Riemen knarren, die Ruderer schwitzen: Auf der Mosel verkehrt seit rund 1700 Jahren erstmals wieder ein römisches Handelsschiff. Der moderne Nachbau “Stella Noviomagi” soll bald Touristen den Fluss entlangtragen.

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Die verhinderte Metropole

Fast wäre Waldgirmes Hauptstadt geworden

Wäre Größe planbar, es gäbe an der Rodheimer Straße Versace, am Eichenweg Gucci, in der Kreuzerstraße einen Starbucks. Doch etwas lief in der Entwicklung dieser Stätte schon in römischer Zeit schief. Deswegen zählt Waldgirmes heute nicht zu den Metropolen dieser Welt. Der kleine hessische Ort im Lahntal zwischen Wetzlar und Gießen - kennt ihn jemand?

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Da lag der Papst begraben

Archäologen haben in Hamburg Teile einer 750 Jahre alten Ehrengruft für Papst Benedikt V. gefunden

Hamburg hat sich noch nie besonders christlich gegeben. Erzbischof Ansgar zog 831 hierher, um die Heiden des Nordens zu missionieren. Er richtete eine kleine Holzkirche und eine Bibliothek ein, doch seine Gemeindemitglieder musste er noch kaufen. Den benachbarten Dänen war das Holzhaus mit dem Kreuz auf dem Dach willkommener Ausflugsort für gelegentliche Plünderungen. 1248 erhielt die Stadt anstelle von Ansgars Holzkirche einen Dom aus Stein. Doch das Gebäude mit seinen dunklen Nischen wurde zum Tummelplatz für lichtscheues Gesindel. Nach jahrhundertelangem Zank um das katholische Gotteshaus auf protestantischem Grund rissen die Hamburger Pfeffersäcke den Bau 1803 wieder ab – und verschacherten ihn, ganz pietätlos, Stein um Stein an die Meistbietenden. Die Grabsteine des Friedhofs stützten fortan die Wände eines Abwasserkanals. Und doch hatte Hamburg rund 30 Jahre lang etwas zu bieten, was man sonst eher in Rom vermuten würde: das Grab eines Papstes. Hier lag Benedikt V. begraben, der im Jahre 964 einen Sommermonat lang, vom 22. Mai bis zum 23. Juni, auf dem Heiligen Stuhl saß und am 4. Juli des folgenden Jahres in Hamburg starb.

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Burg am Ende der Welt

Hamburg sollte gar keine Stadt werden. Die hölzerne Festung war Missionsvorposten, Papst-Exil und Bollwerk gegen die heidnischen Nordmänner

Anno 963, als die Erde noch eine Scheibe war, verbannte man seine Feinde ans Ende der Welt, an den Tellerrand. Dorthin schickte Kaiser OttoI. den unliebsamen Papst BenediktV., als er seinen willfährigen Gegenkandidaten LeoVIII. ins Amt hieven wollte. Machtpolitik im Zentrum der zivilisierten Welt – der Vertriebene aber musste in die Hammaburg, jenes morastige Stück Nirgendwo, das der Hansestadt Hamburg Ursprung und Namensgeber werden sollte.200 bis 300 Bauern hausten dort im zehnten Jahrhundert in einstöckigen Lehmhütten, gemeinsam mit ihrem Vieh. Dazu gesellte sich eine Hand voll Händler. Schon der Name »Ham« muss in Benedikts Ohren trostlos geklungen haben. Auf Spätsächsisch bedeutet er »etwas Befestigtes in einem morastigen Umfeld«. Der norddeutsche Dauerregen machte die sumpfigen Marschen während des größten Teils des Jahres unpassierbar. Die einzige feste Straße führte nicht etwa zurück nach Rom, sondern über den Geestrücken durch eine Furt an der Alster nach Norden ins Stormarnsche Hinterland. Am 4. Juli 964 erlag der abgesetzte Papst dem Regen, dem Heimweh, der Trostlosigkeit. Vor seinem Ableben prophezeite er der Stadt noch, sie werde dereinst verwüstet und öde liegen, und wilde Tiere würden darin wohnen.

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Das Mysterium der Reisenden Toten

Es ist eines der größten Rätsel der Steinzeit. In der Südpfalz graben Archäologen ein Massengrab aus, das Tote aus halb Europa birgt. Zertrümmerte Knochen und Beigaben unterschiedlichster Herkunft belegen: Hier wurden Leichen bestattet, die schon lange tot und sogar schon einmal begraben waren.

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Was vom Schrecken übrig blieb

Der Kalte Krieg ist vorbei, die Spuren sind noch da:
Autobahnen für Nato-Flugzeuge, giftgefüllte Brillengestelle, Atombunker mit Krematorium, ausrangierte Lenin-Statuen. Archäologen und Historiker haben damit begonnen, die Hinterlassenschaften zu sichern. In Deutschland steckt die Erinnerung an den Kalten Krieg zum Teil tief unter der Erde: der Führungsbunker der Nationalen Volksarmee nordöstlich von Berlin, der Honecker-Bunker unter dem ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude, der BRD-Regierungsbunker in der Eifel. Eine Spurensuche in Ost und West.

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Der Kater nach dem Kalten Krieg

Die Museumifizierung einer Epoche
Teil III: Deutschland

Dies ist die Langeversion einer Arbeit, die stark gekürzt unter dem Titel “Was vom Schrecken übrig blieb” in Zeit Wissen vom 16. Januar 2005 erschienen ist.

Rund vierzig Jahre war unser Land Brennpunkt des Kalten Krieges, die Nahrstelle zwischen den Supermächten. Doch von den materiellen Resten dieser Epoche ist kaum etwas übrig geblieben. Mit ihnen verschwindet auch unsere Möglichkeit zur Erinnerung - und Selbsterkenntnis.

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Faun und Fackellauf

In ihrem Bemühen, für die Olympischen Spiele 1936 eine direkte Parallele vom antiken Griechenland zum nationalsozialistischen Deutschland zu ziehen, griffen Regisseurin Leni Riefenstahl und der deutsche NOK-Generalsekretä r Carl Diem tief in die Trickkiste - und weit daneben

Ein Fest der Superlative sollte es werden. Für das junge Nazideutschland bot die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 1936 eine einmalige Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren: der Welt zu zeigen, wie modern - und doch unverändert tief verwurzelt in antiken Traditionen - das Reich aus dem großen Krieg hervorgegangen war. Das Propagandaministerium musste nicht lange suchen, um für dieses Ereignis den passenden Chronisten zu finden. Nur zwei Jahre zuvor hatte die Regisseurin Leni Riefenstahl mit “Triumph des Willens” einen Dokumentarfilm über den NSDAP-Parteitag in Nürnberg vorgelegt, der völlig neue Wege der Filmkunst beschritt. Den Rest des Eintrags lesen »