Ein Walross in geweihtem Boden

Auf einem alten Londoner Friedhof haben Archäologen Knochen eines riesigen Walrosses gefunden – in einem Sarg neben den Knochen von acht Menschen. Allerdings waren nur drei menschliche Schädel zu finden. Der Zeitpunkt des Begräbnisses gibt einen Hinweis, wie der Fund zu erklären ist.

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Das Mysterium des versteinerten Schneckenhauses

In einer italienischen Höhle haben Archäologen ein Millionen Jahre altes Schneckenhaus gefunden, das aus einer völlig anderen Zeit stammt als die Höhle selbst. Hightech-Untersuchungen haben enthüllt, wer das Fossil vor mehr als 45.000 Jahren dort hinterlassen hat – und wozu es diente.

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Göttliches Bier

Archäologen vom Oriental Institute der University of Chicago haben sich mit einer kleinen Brauerei im US-Bundesstaat Ohio zu einem ungewöhnlichen Projekt zusammengetan: Sie wollen Bier genau so brauen, wie es die Sumerer vor Tausenden Jahren in Mesopotamien taten. Anleitungen für das Experiment holte sich das Team von der um 1800 vor Christus entstandenen „Hymne an Ninkasi”, die der sumerischen Göttin des Brauens huldigt, aber auch schildert, wie man das in allen Schichten der Hochkultur verbreitete flüssige Nahrungsmittel herstellt. Neben Tipps gaben die Forscher den Braumeistern auch die richtigen Tongefäße – Kopien von Grabungsfunden aus dem Irak. Mit den ersten Ergebnissen lässt sich derzeit noch kein moderner Gaumen entzücken: Der frühgeschichtliche Getreidesagt schmeckt leicht nach Essig. Schuld sind Bakterien, die mangels moderner Reinigungsverfahren in den Töpfen gedeihen. Mehr Kostproben des Trunks wollen die Hersteller laut „New York Times” im Spätsommer auf Veranstaltungen in den USA anbieten.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 28/2013.