Als die ersten englischen Siedler in der Neuen Welt die Kolonie Jamestown gründeten, fischten sie gigantische Monsterstöre aus dem James River. Doch dann blieben die Fische aus – und die Siedler wurden zu Kannibalen.
Archiv des Autors: Angelika Franz
Ein Walross in geweihtem Boden
Auf einem alten Londoner Friedhof haben Archäologen Knochen eines riesigen Walrosses gefunden – in einem Sarg neben den Knochen von acht Menschen. Allerdings waren nur drei menschliche Schädel zu finden. Der Zeitpunkt des Begräbnisses gibt einen Hinweis, wie der Fund zu erklären ist.
Das Mysterium des versteinerten Schneckenhauses
In einer italienischen Höhle haben Archäologen ein Millionen Jahre altes Schneckenhaus gefunden, das aus einer völlig anderen Zeit stammt als die Höhle selbst. Hightech-Untersuchungen haben enthüllt, wer das Fossil vor mehr als 45.000 Jahren dort hinterlassen hat – und wozu es diente.
Grab eines Zirkusstars
Überraschender Fund am Isaac Theatre Royal im neuseeländischen Christchurch: Unter dem Theater fanden Archäologen die Knochen eines Ponys. Stammt es aus dem historischen Zirkus der Stadt?
Die toten Kelten aus der Kirschbaumhöhle
In einer Höhle in Bayern haben Forscher mindestens sieben Tote aus der Eisenzeit entdeckt – dabei legten die frühen Kelten ihre Verstorbenen normalerweise nicht in Erdspalten ab. Jetzt sollen modernste Methoden helfen, das Geheimnis der Toten zu klären.
Fund in Schottland: Der älteste Kalender der Welt
Auf einem Feld in Schottland haben Archäologen offenbar den ältesten Kalender der Welt entdeckt: Zwölf Gruben erlaubten bereits vor mehr als 10.000 Jahren eine Zeitbestimmung. Die Steinzeituhr könnte das Zusammenleben radikal verändert haben.
Freiwillige Archäologen gesucht
Religiöse Orte, Märkte oder Sammelstellen – welche historische Stätten umranden die Hillforts-Wälle in Großbritannien? Um das Rätsel zu lösen, rufen Archäologen Wanderer auf, die Hügel zu kartieren.
Die Geheimzimmer von Drum Castle
Eigentlich hatten die Archäologen schlicht zugeschüttete tote Ecken im Turmgebäude erwartet. Doch dann stießen sie bei Routineuntersuchungen im schottischen Drum Castle auf zwei geheime Zimmer. Sie waren einst lebensrettender Zufluchtsort.
Ein Versprechen für 4000 Gulden
Nazis hatten während der NS-Zeit den jüdischen Friedhof an der Seegasse in Wien zerstört. Jetzt wurden Grabsteine entdeckt, die mutige Leute rechtzeitig versteckt hatten. Viele Gräber sollen restauriert werden.
Göttliches Bier
Archäologen vom Oriental Institute der University of Chicago haben sich mit einer kleinen Brauerei im US-Bundesstaat Ohio zu einem ungewöhnlichen Projekt zusammengetan: Sie wollen Bier genau so brauen, wie es die Sumerer vor Tausenden Jahren in Mesopotamien taten. Anleitungen für das Experiment holte sich das Team von der um 1800 vor Christus entstandenen „Hymne an Ninkasi”, die der sumerischen Göttin des Brauens huldigt, aber auch schildert, wie man das in allen Schichten der Hochkultur verbreitete flüssige Nahrungsmittel herstellt. Neben Tipps gaben die Forscher den Braumeistern auch die richtigen Tongefäße – Kopien von Grabungsfunden aus dem Irak. Mit den ersten Ergebnissen lässt sich derzeit noch kein moderner Gaumen entzücken: Der frühgeschichtliche Getreidesagt schmeckt leicht nach Essig. Schuld sind Bakterien, die mangels moderner Reinigungsverfahren in den Töpfen gedeihen. Mehr Kostproben des Trunks wollen die Hersteller laut „New York Times” im Spätsommer auf Veranstaltungen in den USA anbieten.
Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 28/2013.